Königssee

Heute konnte ich endlich meine schon lange geplante Tour rund um den Königsee in Angriff nehmen. Um 06:30 Uhr startete ich, nach Entrichtung des 5€ Tagestickets, vom öffentlichen Parkplatz der Gemeinde Schönau am Königssee Richtung Kunsteisbobbahn und von dort auf einem schmalen ansteigenden Waldweg zur Kührointalm auf 1420m wo ich um 08:00 Uhr eintraf. Dort genehmigte ich mir erst mal mit Blick auf den Watzmann mein zweites Frühstück mit Kaffee und Mariellenkuchen. Danach ging es über den Rinnkendlsteig, ein Klettersteig mit Holztreppen und Seilsicherungen, hinunter nach St. Bartholomä. Dort empfingen mich um 10:00 Uhr die „Turnschuhtouristen“, welche über den direkten Weg per Schiff über den Königssee anreisten. Ich versuchte so rasch wie möglich dem Trubel zu entrinnen und legte, da es relativ flach dahin ging, an Tempo zu. Danach folgte wieder ein anstrengender Aufstieg, welcher mich am Schrainbachfall vorbei führte. Leider verpasste ich eine Wegabzweigung, musste wieder umdrehen und gut 500 Meter zurück gehen. Trotz Navi konnte ich die Abzweigung nicht finden und daher beschloss ich mein Glück über einen 70 Grad steilen Waldhang. Nach ca. 100 Meter fand ich endlich meinen Weg und setzte meine „Wanderung“ fort. Um 12:00 Uhr erreichte ich endlich den südlichsten Punkt des Königssees. Ich ging jedoch weiter, an der Saletalm vorbei, und machte dann am Ostufer eine kurze Mittagspause. Nun waren es nur mehr gut 8 Kilometer zu gehen, jedoch befand ich mich auf einen alten aufgelassen Steig der seit langer Zeit nicht mehr instand gehalten wird. Es folgten 4 anstrengende, teils lebensgefährliche Stunden. Viele umgestürzte Bäume mussten überwunden werden, teilweise war der Weg auf einmal verschwunden und musste durch Auf- und Abstieg wieder gefunden werden. Kurzum, es war eine ziemliche Tortur, die mich sehr viel Anstrengung kostete und mich über meine Grenzen hinaus wachsen lies. Um 16:45 Uhr, nach 32,2 Kilometer, 1850 Höhenmeter bergauf und einer Nettogehzeit von genau 9 Stunden erreichte ich dann endlich wieder den Parkplatz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*