VFnS I – Tag 8: Caserta – Bonea

Kilometer/Schritte heute: 31,9 / 45331
Kilometer/Schritte VFnS I: 327,8 / 474962
Kilometer/Schritte VFnS gesamt: 327,8 / 474962
Wetter: bewölkt/sonnig 19C°
Unterkunft: La Vigna Park Hotel 40,00€ mF

Der heutige Tag war leider ziemlich langweilig und dementsprechend gibt es relativ wenig zu erzählen. Mein Weg führte mich heute vormittag ständig durch Ortschaften samt deren Vororten. Nachmittags war ich fast die ganze Zeit auf der SS7/Cassia unterwegs und erreichte gegen 15:00 Uhr mein Hotel. Ab und zu werde ich von Passanten auf der Strasse aufgehalten und befragt woher ich bin und wohin ich gehe. Heute fragte mich eine Frau, ob ich mit meinen Rucksack in die Berge möchte. Als ich ihr antwortete, dass ich heute von Caserta nach Bonea unterwegs bin, war sie sehr erstaunt. Als ich ihr aber dann erklärte, dass ich bereits von Rom zu Fuss unterwegs bin, war sie nur mehr geschockt: „Da Roma, a piedi? Impossibile!“ Ich ging weiter und hörte ständig sie aber ständig „Da Roma, a piedi“ wiederholen. Ich möchte mir gar nicht ausrechnen, was passiert wäre, wenn ich ihr erklärt hätte, dass ich bereits zu Fuss von Canterbury nach Rom gegangen bin.

VFnS I – Tag 7: Pastorano – Caserta

Kilometer/Schritte heute: 27,4 / 39730
Kilometer/Schritte VFnS I: 295,9 / 429631
Kilometer/Schritte VFnS gesamt: 295,9 / 429631
Wetter: bewölkt/leichter Regen 15C°
Unterkunft: Hotel Royal Caserta 63,20€ mF

Endlich wieder einmal länger schlafen! Tagwache war 06:30 Uhr und nach einem grässlichen Hotelfrühstück war ich um 07:20 Uhr am Weg. Ich musste ca. 1 Stunde auf der SS7/Cassia gehen und war froh als ich diese wieder verlassen konnte. Es war für mich einfach viel zu laut. Über Nebenstrassen erreichte ich Capua und wollte dort das Amphitheater besichtigen. Leider hat dieses aber montags geschlossen. Ich konnte jedoch ein paar Fotos davon machen, eher ich weiterging. Von nun an war ich nur mehr durch nahtlos aneinandergereihte Ortschaften unterwegs und erreichte mein Hotel bereits um 14:00 Uhr. Den Nachmittag nützte ich dann um den Königspalast von Caserta, eines der grössten Barockschlösser Europas, zu besichtigen. Nachdem ich die Innenräume durch hatte musste ich natürlich in den Schlosspark mit einer länglichen Ausdehnung von drei Kilometer. Ehrgeizig wie ich nun mal bin, ging ich natürlich den ganzen Park ab, war aber dann doch froh als ich dies endlich hinter mir hatte.

VFnS I – Tag 6: Marina di Miturno – Pastorano

Kilometer/Schritte heute: 51,9 / 76410
Kilometer/Schritte VFnS I: 268,5 / 389901
Kilometer/Schritte VFnS gesamt: 268,5 / 389901
Wetter: bewölkt/sonnig 18C°
Unterkunft: Hotel del Sole 50,00€ mF

Wieder einmal geschafft, und zwar im doppelten Sinn! Ich stand vor der Wahl 39km auf der SS Cassia zu gehen oder 51,9km meiner Originalroute von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu folgen. Ich entschied mich für leere Landstrassen, Feldwege und vor allem für Ruhe. Los ging es wieder um 06:00 Uhr (vor der heutigen Zeitumstellung 05:00 Uhr) und fand nach einer guten dreiviertel Stunde eine Bar um zu Frühstücken. Ich ging dann den ganzen Tag auf fast endlosen Landstrassen, auf durch Erde gegrabene Wege und Feldwege. Heute habe ich Latium verlassen und bin nun endlich in Kampanien unterwegs. Waren die Tage vorher von unzähligen Olivenhainen geprägt, so waren es heute Obst- und Haselnussplantagen. Die Hunde laufen alle frei herum und machen sich bemerkbar, wenn man ihr Revier betritt. Es ist nicht lustig wenn auf einmal ein Schäferhund zähnefletschend vor dir steht, noch blöder ist es wenn sie zweit sind und dich von links und rechts bis zur Reviergrenze, und darüber hinaus, begleiten. Cool bleiben, nicht beachten und einfach weitergehen ist meine Devise und bin bis jetzt gut damit gefahren. Das Positive darin ist, dass man ca. 5 Minuten lang Adrenalin ausschüttet und so gut wie keine Schmerzen an den Füßen hat. Die Schmerzen waren eigentlich heute bis auf die letzten 10 Kilometer erträglich. Leider machte ich eine Pause zuviel und konnte danach fast nicht gehen, weil sich die hintere Oberschenkelmuskulatur verkrampfte und an den Füßen spürten ich jedes auch noch so kleines Steinchen. Ich schaffte es aber trotzdem irgendwie und erreichte mein Hotel um Punkt 19:33 Uhr. Nach dem Duschen brauchte ich erst mal 2 Stunden Erholung um überhaupt wieder mit den Füßen auftreten zu können. Aber keine Sorge, bis morgen in der Früh ist wieder alles in Ordnung und Morgen steht mir nur eine sehr kurze Etappe bevor.

VFnS I – Tag 5: Fondi – Marina di Miturno

Kilometer/Schritte heute: 45,4 / 65679
Kilometer/Schritte VFnS I: 216,6 / 313491
Kilometer/Schritte VFnS gesamt: 216,6 / 313491
Wetter: sonnig 18C°
Unterkunft: Albergo Teatro Romano 55,00€ mF

Um die gleiche Zeit wie gestern zog ich auch heute los. Nur, dass es gleich neben Hotel eine Bar gab, wo ich frühstücken konnte. Vom restlichen Tag gibt es leider relativ wenig zu berichten. Ich ging wieder mal ein Teilstück von ca. 5 Kilometer auf der Via Cassia Antica und ca. 3 Kilometer am Sandstrand entlang. Die S(trada)S(tatale)7/Via Cassia und ich werden langsam Freunde, bin ich doch sehr viel Kilometer auf ihr unterwegs. Heute waren es ca. 30 Kilometer. Das heutige Wetter war ein Traum. Den ganzen Tag Sonne und bis zu 19C. Konnte ich gestern noch Sonnenstich verhindern, indem ich mir aus einem Handtuch im MYOG-Style ein Durag bastelte, so bekam ich heute einen Sonnenbrand. Keine Panik an die, welche jetzt mit mir mitleiden (Familie): Eine Kappe habe ich mir gestern Abend besorgt und heute am späten Nachmittag eine Sonnencreme mit LSF30. Um 17:30 Uhr erreichte ich mein Hotel, wusch Wäsche, duschte und machte mich zur gegenüberliegenden Ausgrabungstätte auf, die ich heute noch unbedingt sehen wollte. Ich marschierte einfach hinein und wurde sofort von 2 Wärtern zurückgepfiffen. Ich sollte mir ein Ticket kaufen! Nachdem ich jedoch kein Geld mithatte und es bereits dämmerte, versuchte ich mit den Wärtern verhandeln. Keine Chance, mir wurde der Einlass verwehrt! Zu meinen Fotos kam ich aber trotzdem. Ich umging das Gelände und hatte durch den Zaun freie Sicht auf das antike Minturnae. Morgen wird es für mich ziemlich anstrengend. Erstens durch die Zeitumstellung, also um 04:30 Uhr aufstehen und zweitens steht morgen mein obligater 50+ Kilometer Marsch auf dem Plan.

VFnS I – Tag 4: Fossanova – Fondi

Kilometer/Schritte heute: 43,4 / 63605
Kilometer/Schritte VFnS I: 171,2 / 247812
Kilometer/Schritte VFnS gesamt: 171,2 / 247812
Wetter: sonnig 18C°
Unterkunft: Hotel del Conte 49,00€ mF

Los ging es heute bereits um 06:00 Uhr. Ich habe damit eigentlich die besten Erfahrungen gemacht, da ichfrüher bei meiner Unterkunft bin und daher mehr Zeit zum regenerieren habe. Ich ging am Morgen wieder am Wiesendamm vom gestrigen Fluss und fand nach 2 Stunden dann endlich eine Bar, wo ich zahlreiche Kalorien in Form von Cornettos zu mir nahm. Es folgt ein relativ langweiliger Teil auf einer Nebenstrasse bei der ich wieder einmal einen Berg, dieses Mal jedoch im Tal, umrundete. Gegen 11:00 Uhr erreichte ich dann Terracina, eine Stadt welche schon seit 329 B.C. besteht. Davon zeugen auch die zahlreichen altertümlichen Überreste, welche teilweise in Gärten von Privatgrundstücken stehen. Ab Terracina galt es einige Höhenmeter zu absolvieren, jedoch wurde ich dadurch mit einem Blick auf das Meer belohnt und machte auch gleich am Höhenweg meine Mittagspause. Danach sollte ich über einen Steig zum Lago di Fondi, ich fand jedoch zuerst den Zustieg nicht. Nach längerer Suche konnte ich jedoch eine Markierung entdecken, der ich dann folgte. Kein Wunder, dass ich den Steig zuerst nicht fand, war doch alles von hohen Gräsern überwachsen, welche den Weg beinahe komplett verdeckten. Nach einiger Zeit wurde der Bewuchs weniger und ich kam recht passabel voran. Ich hörte in der Ferne Kuhglocken läuten, jedoch stellte sich, als ich näher kam, heraus, dass dies Pferde waren. Einige liefen sofort davon, andere jedoch versperrten mir direkt den Weg und konnten erst mit sanftem Trekkingstockeinsatz zur Seite bewegt werden. Nachdem ich den Steig endlich geschafft hatte ging es wieder ins Tal auf eine Bundesstrasse, der ich 15 Kilometer folgen musste. Donnergrollen aus der Richtung meines Etappenzieles liessen mich ein wenig nervös werden. Fast hätte ich es auch geschafft, jedoch 4 Kilometer vorm Ziel öffnete der Himmel seine Schleusen und es regnete in Strömen. Zum Glück konnte ich wenigstens unter einem Carport meine Regenkleidung anziehen und erreichte nach einer guten Stunde später dann endlich gegen 17:00 Uhr mein Hotel.