VF VI – Tag 6: Saint Geosmes – Champlitte

Kilometer heute: 36,7
Kilometer VF VI: 227,5
Kilometer VF gesamt: 1913,9
Wetter: sonnig/bewölkt/Schwül/leichter Regen 23C°
Unterkunft: Hotel du Donjon 53,00€ mF

Mit heute in der Früh hatte ich Halbzeit. Es standen mir noch fünf, bzw. nach der heutigen Etappe, vier Tage zur Verfügung. Und diese vier Tage werden sicher kein Honigschlecken. Heute ging es nach dem Frühstück um 07:15 Uhr los und ich marschierte ca. drei Stunden, wie so oft, entlang einer unbefahrenen Nebenstraße. Danach ging durch ein Waldstück welches meine Glücksgefühle hochschnellen ließ, da dieses einfach wunderschön und besonders gut zu gehen war. Ich habe davon sogar ein zehn minütiges Video gemacht, welches ich mir jedesmal, wenn ich wieder runterkommen bzw. entspannen muss, anschauen werde. Für einen Nichtbeteiligten ist dies sicher schwer zu verstehen, jedoch reicht mir beim Gehen einer schöner Weg oder eine schöne Landschaft um einfach gut drauf zu sein. Man betrachtet auch die Natur mit ganz anderen Augen, wenn man ständig darin Unterwegs ist. Nach dem Waldstück ging es über einen Feldweg zu einer Ortschaft, wo ich auf einer Bank am Dorfplatz meine Mittagspause verbrachte. Am Nachmittag konnte ich dann zwischen 10 Kilometer Strasse oder 16 Kilometer Schotterwege entscheiden. Ich wählte zweiteres und wurde auch nicht enttäuscht, da es erstens gut zu gehen und zweitens eine sehr schöne Landschaft geboten wurde. Als ich bei einem Dorf vorbei kam, sah ich einen Hund der vor mir den Schwanz einzog und flüchtete. Keine fünfzig Meter weiter eine Katze, die am Gehsteig saß und vor mir, mit meinem schweren Schritt, keine Anstalten von Furcht zeigte und einfach sitzen blieb. Eigentlich eine witzige Situation, die man jedoch auch auf unser Leben und unsere Gesellschaft umlegen kann. Den ganzen Nachmittag über war es besonders drückend schwül und heiß. Nahende Wolken ließen mich auf ein wenig Schatten hoffen, jedoch war das dumpfe Grollen eines Gewitters nicht in meine Überlegungen eingeplant und so legte ich nochmals an Tempo zu, um dem nahenden Regen zu entkommen. Ganz habe ich es nicht geschaft. Ca. 2 Kilometer vor Champlitte fing es dann sehr leicht zu regnen an. Der Boden war so heiss, dass der Regen anfangs darauf nur verdampfte. Es kühlte jedoch mit der Zeit recht abgenehm ab und beim Eintreffen in Champlitte war wieder alles vorbei. Trotz, dass ich heute einer eher kürzere bzw. leichtere Strecke gegangen bin Schmerzen meine Füße ziemlich, sowie ist der Körper ziemlich schlapp. Ich schiebe das mal auf die Hitze bzw. die Schwüle und hoffe, dass ich mich über Nacht gut erhole, da morgen meine bisher längste Etappe bevorsteht.

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